„Wie? Soll ich dann zu allem Ja und Amen sagen?

Mich nicht aufregen und lieber lächeln?

Das ist doch auch nicht gesund?“

fragte mich eine Seminarteilnehmerin, mit fassungslosem Gesicht. Ich hatte meinen Teilnehmerinnen ans Herz gelegt mehr zu lachen und sich nicht zu viel zu ärgern. Denn das Leben wird leichter, wenn du mehr lachst und der Stresspegel sinkt.

Und Nein, es heißt nicht zu allem Ja und Amen zu sagen! Ganz im Gegenteil gehe in deine Kraft und sage, was dich stört.

Wenn du dich ärgerst, dann sag es.
Wenn du etwas ungerecht findest, dann melde dich.
Wenn du dich schlecht behandelt fühlst, dann teile es mit.

Doch dann schalte deinen Schalter wieder um und lache.

Lieber lächeln, damit lade ich dich ein für dich zu lachen. Lache dir den Ärger von den Schultern, damit du nicht in dieser schlechten Energie stecken bleibst.
Lass nicht zu, dass schlechte Laune die Luft verpestet und dir die Luft zum Atmen nimmt. Denn wenn du jetzt am Ärger festhältst, dann ziehst du gleich wieder den nächsten Ärger an. Denn dein Blickwinkel ist auf Ärger ausgerichtet und dein Gehirn, wird dir Ärger liefern. Deshalb mach eine Lachpause und bring dich wieder auf eine fröhliche, höhere Frequenz. Durch Lachen senkt sich dein Cortisolspiegel und das wirkt entspannend. Somit passt du auf dich, deinen Körper und deine Gesundheit auf. Mehr zu der gesundheitlichen Wirkung von Lachen kannst du hier nachlesen.

Sei achtsam mit dir.

Überlege ob es dir wert ist, zu reklamieren, und dann steh für dich ein!

Neigst du dazu, dich schon über Kleinigkeiten aufzuregen? Richtest du deinen Blickwinkel immer auf Sachen, die nicht klappen und ärgerst dich permanent?

Oder magst du keinen Ärger und kein Aufsehen, schluckst deinen Ärger lieben hinunter, da du keinen Eklat möchtest?

Zu welcher Gruppe gehörst du?

Beschleicht dich die Angst, nicht ernst genommen zu werden, wenn du immer lachst?

Da ist es schon wieder das Wort ernst.

Eventuell hast du Angst, dass du wenn du sehr freundlich bist übersehen oder überhört wirst?

Ich kann dir versichern, es ist nicht so, ganz im Gegenteil.

Als bei meiner Hausbank, dass online Banking umgestellt wurde, funktionierte die App auf meinem Handy nicht. Ich bekam keinen Pin zugesendet. Ich wollte noch ein paar Überweisungen tätigen, war schon im Zeitdruck, doch es kam eben kein Pin zum Abschließen.
Also rief ich bei der Hotline an, schon alleine die Tatsache in der Warteschleife zu hängen, macht so sauer, wie wenn du in eine Zitrone beißt. Dann meldet sich endlich ein junge Stimme, seine Motivation durch die Telefonleitung war bei minus 10.
Er gibt mir die Anweisungen, ich tippe alles brav ein.

Geht nicht!

Also sagt er es mir noch einmal an.
Funktioniert wieder nicht. Sein Tonfall lässt zu wünschen übrig. Doch ich ignoriere seine rüpelhafte Art noch, denn schließlich will ich ja endlich meine Pins bekommen. Außerdem weiß ich ja nicht, was ihm vorher schon alles passiert ist.
Also sagt er es mir den Vorgang noch einmal an. Ich konzentriere mich aufs Äußerste und tippe ganz brav, doch nichts tut sich. Worauf er die Behauptung aufstellte, dass ich es falsch mache!
Ich: “ Ich tippe ganz genau das ein, was Sie mir sagen!“
Er: „Das kann nicht sein, denn es müsste sonst funktionieren!“

Sein Ton wurde immer schroffer. Ich immer ungeduldiger. Meine anfängliche Haltung, „ich weiß ja nicht, welchen Rucksack er zu tragen hat“, wurde von der Meinung „so ein arroganter Depp“ verdrängt. Den nochmaligen Versuch, es mir in die Schuhe zu schieben, dass es nicht funktioniert, unterbrach ich, indem ich mir seinen Namen geben ließ und ihm eine Beschwerde ankündigte. Ich legte mittlerweile wirklich schon wütend auf.

Leider erreichte ich meine Bankbetreuerin dann nicht persönlich, und war gezwungen ihr auf die Mailbox zu sprechen.

Am nächsten Tag in der Früh hatte ich einen Rückruf, mit den Worten:“ Es tut mir sehr leid, das muss ja sehr schlimm gewesen sein, denn wenn sie Fr. Fuchs die immer so freundlich sind, so verärgert sind, dann muss es sehr arg gewesen sein!

Lieber lächeln, bedeutet nicht, immer alles zu schlucken.

Wenn du wirklich verärgert bist, dann lass es raus!

Wenn es wichtig ist, dann tue deinen Unmut kund, nachdem du vorher abgewogen hast, ob es wirklich wichtig ist.

Wenn du dich jedoch immer bzw. sehr schnell aufregst, dann schalten deine Mitmenschen schon auf Durchzug, weil sie es gewöhnt sind, dass du sehr schnell erzürnt bist.

Das Leben ist zu kostbar, um in dieser miesen Energie stecken zu bleiben. Viel schöner ist es, doch mit guten Gefühlen durch den Tag zu gehen.

meine Tipps dazu:

1, Wiege ab, ob es dir wichtig ist es, dass du dich empörst

2, wenn ja, dann tue es

3, und dann lass mit lachen los

Wie reagierst du auf Ärger? Bleibst du hängen oder kannst du schnell loslassen? Lass es mich wissen.

mit lachenden Grüßen

Corona und Kite surfen
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