Ostern
ist ein Fest der Hoffnung und Auferstehung, mögen wir alle nach dieser Krise gefestigt auferstehen!

Erfreulicherweise gibt es viel Zusammenhalt, Hilfe und „ja wir schaffen das gemeinsam“, doch je länger es dauert umso mehr beobachte ich auch, dass sich Neid und Egoismus wieder blicken lassen. Die andere Gruppe hat es immer besser, die Leute, die alleine zu Hause sind und sich Familie wünschen, Familien die sich wünschen, doch endlich mal alleine zu sein. Arbeitende Menschen, die sich eine Pause wünschen, doch aber froh sein sollen, dass sie Arbeit und damit Verdienst haben. Erwerbstätige denen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt und die sich Arbeit wünschen. Singles, die sich umso mehr einen Partner wünschen, Eheleute die wünschten sie wären Singles. Junge Leute, die die Alten wegsperren würden, um sie so zu schützen, ältere Leute, die sich über das Kindergeschrei aufregen……..Neid auf die anderen und auch Egoismus nach dem Motto, was wäre denn für meine Gruppe, das beste?

Ich persönlich beobachte nur, es kommt stärker zum Vorschein, was vorher eh schon da war. Nehme ich meine Kunden als Beispiel: die Kunden, die vorher schon außergewöhnlich waren sind jetzt außergewöhnlich und anstrengend hoch 3.

Die Leute, die vorher schon von Optimismus geprägt waren, haben zeitweise Durchhänger. Verständlicherweise, denn es steht außer Zweifel, dass die Situation schwer ist und an unseren Kräften zerrt. Doch der Optimismus, die Lebensfreude ist erhalten geblieben. Die Suche nach dem Positiven hat auch in dieser außergewöhnlichen Situation Platz.

Und dann gibt es auch die Gruppe der Kunden, die vorher manchmal außergewöhnlich waren, die sich jetzt aber im Wandel befinden und in der Krise wird Menschlichkeit und Dankbarkeit sichtbar.

Wie schön!

Fest steht, dass jeder seinen persönlichen Rucksack zu tragen hat, der in Krisenzeiten noch schwerer wird. Jeder hat seine eigenen Herausforderungen und Ängste. Wir werden momentan knallhart mit unseren Ängsten konfrontiert, existentielle Ängste, Überlebensängste, Ängste in der Familie, Ängste um die Familie. Strukturen, die schon lange nicht mehr gepasst haben treten an die Oberfläche. Wut und Aggression zeigen sich. Und dann doch wieder Zusammenhalt, Liebe, Menschlichkeit und in dieser vielfältigen Ansammlung von Emotionen sollen wir uns zurechtfinden?

Eine sehr herausfordernde Aufgabe haben wir da bekommen.

Ich möchte euch eine etwas andere Oster Geschichte schenken, um euch auch in diesen schwierigen Zeiten zu erinnern bei euch zu bleiben, niemanden anderen zu verurteilen. Denn es ist der Zusammenhalt der uns stark macht. Es ist das Miteinander!
Lassen wir das Gegeneinander, nehmen wir auf uns selbst und auch auf alle anderen Rücksicht, denn wir wissen nicht welche Sorgen und Ängste sie haben.

Die Pakete am Baum

Vor langer Zeit stand in einem Dorf eine starke, uralte Eiche. Eines Tages forderte der Dorfälteste alle Bewohner dazu auf, ihre Probleme und Sorgen in ein Paket zu packen und an die Eiche zu hängen. Der alte Mann stellte allerdings eine Bedingung. Jeder der ein Paket ab den Baum band, musste dafür ein anderes mitnehmen. Alle Dorfbewohner waren damit einverstanden und machten sich eiligst daran ihre Sorgen und Nöte in ein Paket zu schnüren und an den Baum zu hängen, jeder von Ihnen Name ein Paket mit den Problemen eines anderen Dorfbewohners mit nach Hause.
Doch schnell breitete sich große Aufregung aus. Die Bewohner eilten zum Dorfältesten und beschwerten sich, dass die fremde Sorgen wesentlich größer seine als ihre eigenen.
Der Alte lächelte nur.
Und innerhalb kürzester Zeit packte jeder die fremden Sorgen wieder ein und brachte das Paket zu der Eiche zurück. Schließlich gingen alle Bewohner zufrieden und glücklich mit ihren eigenen Sorgen-Päckchen nach Hause.
(Märchen aus Indien)

Ob gläubig oder nicht bzw. welch Glaube auch immer:

Lassen wir gemeinsam dieses Osterfest ein Fest der Auferstehung und ein Sieg über die Ängste sein.

Lass dein Lachen wieder auferstehen es hilft dir!

Alles Liebe, Lache und bleib gesund

Corona und Kite surfen